Mut und Achtsamkeit

Besuchen Sie mich, dazu benötigen Sie keinen Mut, Sie sind herzlich willkommen.
Mut ist auch Achtsamkeit und die Liebe zum eigenen Körper, dem Geist und der Seele.
Mutig sein, Hilfe anbieten, Verantwortung dann übernehmen, wenn es dem Gegenüber nicht möglich ist. Schwächeren hilfsbereit zur Seite stehen…

Auch sich selber, ja, Sie und ich, wir dürfen alle auch schwach sein, ohne dass es eine Schwäche ist.

Mir fällt meine langjährige Zeit als Intensiv -Krankenschwester ein, die Belastungen betrafen das gesamte Team und so manches Mal saßen wir nach der belastenden Dienstzeit und tranken ein Gläschen, um manche Hilflosigkeit mit dem Kampf gegen den Tod, herunter zu spülen. Innere Stärke, die aber nicht bei jedem gleich angelegt ist, half mir, immer den Blick für die eigene Achtsamkeit zu behalten um gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Viele Berufsgruppen sind einer Dauerbelastung ausgeliefert: Feuerwehr, Rettungs- und Klinikpersonal, Polizei, Soldaten…
Diese Dienste stehen täglich bereit, Menschen aus bedrohlichen Situationen zu befreien und zu retten, damit das Leben weiter gehen kann.

Wo aber bleiben diese wichtigen Menschen selber, die zu viel Elend sehen und verarbeiten müssen, damit der nächste Dienst, wieder mit immer dem gleichen Einsatz und Elan verrichtet werden kann.

  • Wo ist Ihr innerer Schutzraum, wenn sich Überbelastung und Erschöpfung ausbreiten?
  • Wer hat ein offenes Ohr für Sie?
  • Wie gestalten Sie Ihre Freizeit?
  • Wie bauen Sie Belastungen ab?

Erstellen Sie doch einfach mal eine Liste mit belastenden Ereignissen, gegenüber den schönen Dingen, die Sie freudvoll genießen – was überwiegt?

Ich hatte einige Erlebnisse, die sich immer wieder, von Zeit zu Zeit, als Bilder in meinem Kopf ausbreiteten und mich zu traurig machten. Ich wollte es nicht, aber es geschah einfach so, wenn sich nur Gedanken in die Richtungen ausbreiteten.

In meinen Ausbildungen zum Hypnose – Master und zur EMDR- Therapeutin, war es von großer Wichtigkeit, viele Sitzungen und Übungsstunden mit den eigenen Kollegen im Institut durchzuführen.

Dies hat mich am eigenen Leib überzeugt, wie nach 1-2 Sitzungen, sprichwörtlich alle „ Leichen „ aus dem Keller aufgelöst waren, sodass keine Belastung mehr aufkommt, wenn ich jetzt daran denke. Es gibt einen neuen Blick und eine sachliche Haltung, die keineswegs abgestumpft ist, aber nicht mehr wehtut.

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre eigene Achtsamkeit, das Leben ist schön, denn Sie haben alle Chancen, die eigene Haltung zu korrigieren, um es zu umarmen.